Die Skelettbauweise gehört zu den ältesten Konstruktionsformen des Bauens und hat ihren Ursprung im traditionellen Holzbau. Charakteristisch für diese Bauart ist ein stabförmiges Tragwerk aus senkrechten Stützen und horizontalen Unterzügen, die in einem regelmäßigen Raster angeordnet sind und gemeinsam das namensgebende „Skelett“ des Gebäudes bilden. Dieses Tragwerk übernimmt die Lasten des Bauwerks, während die Außenwände und Innenwände keine tragende Funktion haben und lediglich der Raumaufteilung und Gebäudehülle dienen.
Besonders attraktiv ist die Skelettbauweise aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen. Sie ermöglicht den Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz und zeichnet sich durch eine modulare und kosteneffiziente Bauweise aus. Gleichzeitig bietet sie eine hohe Flexibilität im Grundriss und in der Fassadengestaltung. Räume lassen sich dadurch vergleichsweise einfach an neue Nutzungen oder veränderte Anforderungen anpassen.
Je nach Material und Konstruktion liegen die üblichen Stützweiten zwischen drei und acht Metern. In besonderen Fällen können auch Spannweiten bis zu zwölf Metern erreicht werden. Während Holzskelettbauten stärker vor Witterungseinflüssen geschützt werden müssen, bieten moderne Konstruktionen aus Stahl oder Stahlbeton eine besonders hohe Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit.
Ein historisches Beispiel für die Skelettbauweise sind Fachwerkhäuser, bei denen das sichtbare Holztragwerk zugleich konstruktive und gestalterische Funktion übernimmt. Heute bildet die Skelettbauweise die Grundlage vieler moderner Gebäude – vom nachhaltigen Holzbau bis hin zum Stahl- oder Stahlbetonhochhaus.